Tür- und Fenstersicherung - Zuhause sicherer machen

Viele Menschen in Deutschland unterschätzen die Kreativität der Einbrecher. Hat man gestern noch geglaubt, dass das eigene Zuhause sicher vor Einbrüchen ist, kann man am nächsten Tag oder bei der Heimreise aus dem Urlaub eines besseren belehrt werden. Ein Szenario, welches man ungern selbst erleben möchte.

Dabei sind folgende Fakten erstaunlich: Alle paar Minuten wird irgendwo eingebrochen und dass zu Uhrzeiten mit denen man nicht rechnen würde: rund 57,9 Prozent aller Einbrüche finden tagsüber zwischen zehn und 20 Uhr statt.

Schützen Sie Familie und Wertgegenstände: Mit der richtigen Tür- und Fenstersicherung verhindern Sie Einbrechern, dass Sie in Ihr Zuhause einsteigen. Handeln Sie jetzt - bevor es zuspät ist.

Türsicherung

Die Türsicherung dient dazu, dem Einbrecher den Einstieg durch die Eingangstür zu erschweren oder im besten Fall zu verhindern. Sie glauben Einbrecher kommen nicht durch die Tür? Hier finden Sie eine Übersicht von 15 Einbruchs-Mythen.

Zielsetzung der Türsicherung

Das Ziel der Türsicherung ist es, Gebäude und/oder Räume vor dem gewaltsamen Eindringen durch (Eingangs-) Türen zu schützen.

Warum sind Türen ein beliebtes Ziel bei Einbrüchen?

Die meisten Einbrüche erfolgen durch die Tür, denn

  • es ist weniger auffällig,
  • verursacht weniger Geräusche,
  • die Beute lässt sich leicht transportieren und
  • die Tür ist der beste Fluchtweg.

Eine sichere Tür sollte folgende Merkmale aufweisen:

Türsicherung - Für ein sicheres Zuhause

Ein stabiles Türblatt im stabilen Türrahmen

Die Widerstandsstärke eines Türblattes hängt von den verwendeten Werkstoffen ab. Den größten Schutz bieten Metall oder Vollholztüren. Ein ebenfalls wesentlicher Bestandteil einer Tür ist der Türrahmen. Er kann aus Metall, Kunststoff oder Holz aufgebaut sein. Nur die Verbindung von stabilen Türblättern mit entsprechenden Türrahmen bringt die gewünschte Sicherheit.

Sichere Glaseinsätze

Türverglasungen können eine besondere Schwachstelle der Tür darstellen. Aufgeschraubte Innengitter oder Innenholzblenden, gesichert mit Vorlegestangen, bieten zusätzlichen Schutz. Freie Durchsicht bieten mind. 11mm starke Verbundsicherheitsgläser.

Sie bestehen aus mehreren Scheiben, die mit Zwischenfolien zusammengeklebt werden. Einen erhöhten Schutz bieten Scheiben, bei denen eine Zwischenscheibe aus Acrylglas besteht. Ganzglastüren bieten wenig Schutz, auch wenn sie aus Sicherheitsglas bestehen. Die Sicherheit bezieht sich auf eine geringe Verletungsgefahr bei Bruch dieser Scheibe. Sie zerfällt dann vollständig in kleine Stücke.

Stabile Bänder und Hinterhaken

Türbänder, von Laien auch Scharniere genannt, können aufgeschraubt, eingestemmt, eingebohrt oder angeschweißt sein. Gute Einbruchsicherung bieten Einbohrbänder, die mind. fünf kräftige Tragbolzen aufweisen sowie Anschweißbänder bei Metalltüren.

Zur Verstärkung der Verbindung von Türzarge und Türblatt sind Hinterhaken zu empfehlen. Hinterhaken, auch Sicherungszapfen genannt, werden in unmittelbarer Nähe der Bänder montiert. Mindestens zwei Hinterhaken sollten pro Tür vorgesehen sein.

So funktionieren Hinterhaken: Ein Zapfen oder eine Scheibe greift in eine gegenüber angebrachte Bohrung oder einen Schlitz ein. Dies ist erforderlich, weil Achsstifte meistens aus den Bändern entfernt werden können oder der Einbruchsversuch mittels Brechstange von dieser Seite erfolgt.

Stabile Schlösser mit Schutzbeschlag

Es ist zu unterscheiden zwischen Buntbartschlössern (keine nennenswerte Schutzwirkung), Zuhaltungsschlössern (eingeschränkte Schutzwirkung) und Zylinderschlösser, die in Verbindung mit Sicherheitsbeschlägen (Türschilder und Rosetten) ausreichenden Sicherungsschutz bieten. Schutzbeschläge sollen das gewaltsame Abbrechen oder Herausziehen des Schließzylinders verhindern.

Fest verankertes Schließblech

Das Schließblech ist oft die Schwachstelle der Tür. Es sollte abgewinkelt, ausreichend lang und an beiden Seiten mit mehreren Schrauben versetzt angebracht sein. Zudem sollte es aus Stahl und mind. 3mm Materialstärke aufweisen. Für hohe Risiken eignen sich Beschläge von von 80cm bis 120cm Länge für ein oder zwei Zusatzschlösser. Eine ausreichende widerstandsfähige Befestigung ist nur gegeben, wenn eine zusätzliche Verankerung im Mauerwerk oder Türrahmen gegeben ist.

Fest im Mauerwerk verankerte Zagen

Stahlzargen bestehen aus 3-4mm starkem Stahlprofil. Sie werden in die Wand eingemauert oder durch Ausgießen der Zwischenräume mit Zementmörtel in die Maueröffnung eingesetzt. Stahlzargen sind Türrahmen aus Holz auf jeden Fall vorzuziehen.

Optional: Zusatzschlösser

Zusatzschlösser dienen als zusätzliche Verriegelungspunkte an Türen. Das Doppelriegenschloss, auch Querriegelschloss genannt, stellt das beste Zusatzelement dar. Es wird an der Innenseite der Tür angebracht. Durch beidseitig ausschließende massive Stahlriegel, einen Riegelverschluss von 80-100mm und einem Schließwerk mit mehrstiftigem Profilzylinder wird ein hoher Sicherheitswert erreicht.

Es ist darauf zu achten, dass solche Zusatzschlösser ca. 30cm unter dem Hauptschloss angebracht und die Schließkästen gut verankert werden. Das Einsteckschloss wird in das Türblatt oder dessen Rahmen eingebaut und findet für alle beschriebenen Schloss-Systeme Verwendung. Der Sicherheitswert hängt besonders von der Beschaffenheit des Schließbleches und dessen Befestigung ab.

Fenstersicherung

Das handelsübliche Fenster stellt im Regelfall kein besonderes Hindernis für Einbrecher dar. In Sekundenschnelle werden vom Einbrecher gekippte Fenster mit einem Schraubendreher aufgehebelt. Auch geschlossene Fenster bieten hier keine erhöhte Sicherheit.

Zielsetzung der Fenstersicherung

Das Ziel einer Fenstersicherung ist es, dass aufhebeln eines gekippten Fensters oder gewaltsame aufbrechen eines geschlossenen Fensters durch verschiedene Sicherungstechniken zu verhindern.

Folgende Merkmale machen ein sicheres Fenster aus:

Generell sollte bei Fenstern darauf geachtet werden, dass...

  • ... die Verglasung,
  • ... die Rahmenkonstruktion,
  • ... die Beschläge (Bänder)
  • ... die Verschlusseinrichtung
  • ... sowie evtl. vorhandene Zusatzsicherungen

aufeinander abgestimmt worden sind.

Fenstersicherung - Für ein sicheres Zuhause

Funktionsweise(n) der Fenstersicherung

Spezielle Einbruchhemmende Fenster erschweren im verriegelten und abgeschlossenen Zustand einen Angriff durch körperliche Gewalt (z.B. durch Gegentreten, Gegenspringen, Schulterwurf, Hochschieben und Herausreißen) oder einfache Werkzeuge (z.B. durch Schraubendreher, Zange oder Keil).

Sie bieten innerhalb festgelegter Klassen (WK1 - WK3) von der Versicherungswirtschaft anerkannten Schutz. Diese Fenster verfügen über Einbruchhemmende Verglasung, verstärkte Veschläge und besondere Verschlusseinrichtungen.

Wie funktionieren Einbruchhemmende Verglasungen?

Einbruchhemmende Verglasungen bestehen aus mehreren Gläsern, die durch reißfeste Kunststofffolien verbunden sind. Bei Stoß oder Schlag bricht das Glas, die Stücke bleiben an der Folie kleben. Das gewaltsame Durchdringen des Fensters wird somit erschwert.

Merkmale eines sicheren Fensterrahmens

Die Fensterrahmen müssen einem Einbrecher in gleicher Weise Widerstand bieten, wie das eingesetzte Glas im Fenster. Die Rahmenfriesen sollten fest im Mauerwerk verankert werden. Der Abstand zwischen Fensterrahmen und Fensterflügel sollte so knapp bemessensein, dass ein Ansetzen von Werkzeug erschwert wird.

Zusätzlicher Schutz für Fenster

Verschließbare Fenstergriffe sind erforderlich, wenn das Fenster keine Einbruchhemmende Verglasung hat. Zusatzsicherungen sind dort notwendig, wo die normalen Verschlusseinrichtungen nur begrenzten Widerstand leisten können. So kann ein Zusatzkastenschloss oder ein Bolzenschloss gegen das Aufhebeln des Fensters sichern.

Dachflächenfenster sind nicht Einbruchhemmend. Sie müssen mit nur von innen demontierbaren Gittern oder abschließbaren Verschlüssen gesichert werden. Lichtkuppeln sind mit in die Sicherung einzubeziehen und es ist darauf zu achten, dass diese nicht von außen abschraubbar sind. Kellerfenster und Lichtschächte sind zu vergittern.

Eine wirksame Sicherung von Fenstern außerhalb der Geschäftszeiten sind Rollläden, Klappläden und Innenblenden. Der Widerstands- und somit Sicherheitswert eines Rollladens hängt vom verwendeten Material sowie vom fachgerechten Einbau ab. Für die Anschaffung und den Einbau sollte Folgendes beachtet werden:

  • Wählen Sie eine schwere Metallausführung
  • Die Einzelrippen müssen stabil und über die gesamte Breite miteinander verbunden sein
  • Durch ein stabiles Abschlussprofil sollte das Ausreißen erschwert werden
  • Die Führungsschienen sollten möglichst breit, stabil und gut um Mauerwerk verankert sein
  • Rollladenkästen sollten möglichst im Innenraum angebracht werden
  • Sperren gegen Hochschieben sollten vorhanden sein
  • Die Stromzufuhr sollte bei elektrisch betriebenen Rollläden abschaltbar sein
  • Befestigungspunkte der Sperren dürfen nicht von außen erkennbar sein

Klappläden sollten im geschlossenen Zustand von außen nicht geöffnet oder ausgehängt werden können. Ein weiterer möglicher Schutz für Fenster sind Innenblenden aus Blech oder Holz. Entscheidend für den Schutz ist die Ausführung der Halterungsvorrichtung. Massive Flacheisen oder ein Doppelriegelschloss verhindern das Eindrücken der Blende.

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